Myanmarprojekt 2016

Nach intensiver Planung und vorrausschauenden Vorbereitungen für die drei Wochen
Aufenthalt in Myanmar begann unsere Reise am 3. September 2016 in ein asiatisches Land,
das noch relativ unberührt von der westlichen Welt ist. Wir starteten von Düsseldorf aus und
landeten schließlich 20 Stunden später in Yangon, welche die ehemalige Hauptstadt
Myanmars ist.


Am Flughafen wurden wir von zwei jungen Zahnärztinnen, die zum Team von Dr. Khin
Maung gehörten, in Empfang genommen. Nach einer kurzen Erkundung der Stadt, welche die
Besichtigung der Shwedagon Pagode und einheimisches Essen beinhaltete, kamen wir
langsam mit der burmesischen Kultur und den Leuten in Berührung.


Mit dem Nachtbus ging es weiter nach Naypyidaw. Diese Planstadt ist seit 2005 die
   burmesische Hauptstadt. Naypyidaw wirkt sehr geordnet
   jedoch auch nahezu „geisterhaft“
   was unter anderem daran liegt, dass sie in einzelne Distrikte
  aufgeteilt ist. Über Kilometer ziehen sich Teils zehnspurige
  Straßen, ohne dass viele fahrende Autos oder anderen
  Fortbewegungsmittel anzutreffen sind. Unsere Tage in
  Naypyidaw waren zweigeteilt. Zunächst halfen wir den
  Ärzten in der Klinik, assistierten und hatten Einblicke zu
  alternativen Herangehensweisen. Diese zeigten uns auf, wie man auch ohne     neuere Techniken
  einen Patienten gut behandeln kann und schmerzfrei bekommt. Die andere Hälfte der Tage verbrachten wir damit mit einem Bus hinaus aufs Land zu fahren und verschiedene Schulen
zu besuchen. Hier angekommen, versorgten wir die Schüler mit Zahnbürste und Zahnpasta
und lehrten den korrekten Umgang, um Karies entgegen zu wirken. Anschließend wurde jedes
Kind untersucht, um einen möglichen Behandlungsbedarf festzustellen.


Nach fünf Tagen ging es für uns und den
anderen Zahnärzten der Klinik zum „Social
Treatment“. Im Rahmen dieses Programmes
sollen Menschen behandelt werden, die
sonst nicht die Möglichkeit haben einen
Zahnarzt aufzusuchen, sei es wegen
fehlender Infrastruktur oder mangelndem
Geld. Unser Ziel war der Inle Lake, genauer
eine Art kleine Insel welche sich in der
Mitte des Sees befindet und die Hpaung
Daw U Pagode beherbergt. Hier wurden wir
von weiteren Zahnärzten freundlich in
Empfang genommen, welche uns die nächsten Tage nicht von der Seite wichen und uns die Praktiken, sowie die Kultur, das Essen und die Umgebung Nahe brachten.


Nach drei Tagen ging es für uns zurück nach Naypyidaw, wo wir erneut Schulen besuchten
und auch die Möglichkeit hatten Dr. Khin Maung bei diversen Operationen zu assistieren. Am
folgenden Wochenende wurden wir von Dr. Khin Maung in seiner Heimatstadt Mandalay in
das Haus seiner Eltern eingeladen. Die Gastfreundlichkeit, die wir von seiner Familie aber
auch von all den anderen Burmesen, welche wir im Laufe unserer Reise begegneten, wird uns
auf ewig in Erinnerung bleiben.


Nach einer herzlichen Verabschiedung von Dr. Khin Maung und seinem Team, machten wir
uns mit dem Bus auf die Reise nach Bagan. Freundlicherweise sicherte uns Dr. Khin Maung
auch weiterhin seine Unterstützung zu. Er stellte seine Mitarbeiterin Dr. May Thae von der
Arbeit frei, um uns zu begleiten und uns bei der Verständigung zu unterstützen. Bagan ist eine
wunderschöne historische Königsstadt, welche über hunderte von Tempeln und Stupas
beherbergt. Nachdem wir an unserer
Unterkunft ankamen und eingewiesen
wurden, machten wir uns noch gleich am
ersten Tag an die Planung für den
weiteren Verlauf des Projektes. Wir
suchten die Schulen aus und planten die
Wege dorthin. Während einige Schulen
recht einfach mit dem Roller erreichbar
waren, machten uns andere Schulen durch
ihre recht schwere Erreichbarkeit etwas
mehr Probleme. Durch den heftigen
Regen waren die Straßen so sehr aufgeweicht und verwüstet, dass nur noch ein Befahren mit
einem all-Rad angetriebenen Jeep möglich war. In diesen eher schwer zu erreichenden
Gegenden macht sich auch ein deutlich sichtbarer Kontrast zwischen den Lebensumständen
der Stadt- und der ländlichen Bevölkerung bemerkbar, welcher sich auch in der
Mundgesundheit wiederspiegelte. Insgesamt besuchten wir in Bagan und Umgebung fünf
Schulen und ein Waisenhaus, auf denen zum Teil mehr als 1000 Schüler waren. Am Ende
jeden Schulbesuches hinterließen wir immer eine Schenkung in Form von Zahnbürsten und
Zahnpasta an die Schulleiter, damit diese das Zähneputzen das Jahr über sicherstellen können.


Myanmar wird uns mit seinen aufgeschlossen, stets freundlich und zuvorkommenden
Menschen positiv in Erinnerung bleiben. Durch die Reise durften wir die Erfahrung machen,
tief in das pulsierende Leben Myanmars einzutauchen, die dort lebenden Menschen und
Kultur kennen zu lernen und freuten uns sehr, hier sinnvolle Unterstützung und Hilfsarbeit
leisten zu dürfen.


Zum Schluss möchten wir uns noch einmal sehr
herzlich bei Ihnen bedanken, denn ohne Ihre
Unterstützung wäre das Projekt in dieser Form
niemals möglich gewesen. VIELEN DANK!

Zurück

Für die ordnungsgemäße Funktion dieser Website werden Cookies benötigt. Weiterlesen …